Donnerstag, 12. Januar 2017

Besuch der Linken Medienakademie in Berlin

Hallo zusammen,

meine Vortragsidee zum Thema "Bildlizensierung" wurde auf der LiMA leider nicht angenommen aber dies hat mich trotzdem nicht daran gehindert, mir den "Early Bird" Tarif zu sichern und ich werden dann wohl vom 2-6. April 2017 in Berlin auf auf der Linken Medienakademie sein.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Scanproduktion mit freier Software / AdobeRGB Farbprofil in Gimp 2.8 einbinden

Ich habe vor kurzem einen "Freie Software PC" aufgesetzt und mir zu diesem Zweck auch ein spezielles Mainboard gekauft, welches von coreboot offiziell unterstützt wird.

Mittlerweile läuft der PC ganz gut und verwendet die freie Distribution "GNU/Linux Trisquel". Diese wiederum basiert auf dem Linux Libre Kernel, der keine proprietären Firmwareblobs mitbringt. Firmware wird häufig benötigt um bestimmte Treiber (im Linuxjargon: Kernelmodule) laufen zu lassen.

Jedenfalls habe ich heute erste Gehversuche mit dem Scanprozess unter GNU/Linux gemacht:

Auf ebay.de habe ich mir einige Pressedias gekauft, die ich dann in Erinnerung an die "Gute, alte Zeit" gescannt habe.

Ich verwende einen ziemlich einfachen Scanner mit Durchlichteinheit, einen EPSON Perfection 2400, der über USB 2.0 mit dem Trisquelrechner verbunden ist.

Zum Scannen an sich verwende ich Xsane, welches eine grafische Benutzeroberfläche bietet.

Nach und nach legte ich also die neun Dias auf die Oberfläche und Xsane nimmt sogar eine fortlaufende Nummerierung der Dateinamen vor.

Dank des stabilen Betriebssystem konnte ich auch parallel in GIMP arbeiten und habe dann nach und nach die Dias abgearbeitet (Zurechtschneiden etc.).

Mir ist dann aufgefallen, dass kein definierter Farbraum ausgewählt war aber Adobe bietet sein Farbraumprofil zum Download an.

Das Archiv kommt im rpm-Format aber es war kein Problem, das rpm mittels "alien" in ein .deb-Paket zu wandeln.

Orientiert habe ich mich dabei an dieser Anleitung.

Abgelegt wird das Farbprofil unter

/usr/share/color/icc/Adobe ICC Profiles/

und man kann dieses dann in Gimp 2.8 unter "Bearbeiten > Einstellungen > Farbverwaltung" einbinden.

Dienstag, 5. Juli 2016

Freie Bildagentursoftware - Lock-In Effekte vermeiden - Entwickler gesucht

Schöne Grüße aus Finnland aus der Holzhütte!

Ich bin zur Zeit im Urlaub, lese aber verschiedene Fotoblogs dank HSDPA-Flatrate von Finnland aus.

Mit Bestürzen wurde im stockfotoforum.de bekannt gegeben, dass der Inhaber der bildagentur24.de seine Agentur schließt.

Diese Entscheidung bewog mich dazu, mir etwas von der Seele zu schreiben, was mir schon sehr lange auf dem Herzen liegt und zwar ist dies die Sache des Lock-In-Effekts bei Softwareprodukten.

Ich habe im Jahre 2005 bei einer Fotoagentur gearbeitet, für die ein externer Entwickler ein über die Jahre selbst geschriebenes Archivsystem geschrieben und betreut hat.

Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, jedoch empfinde ich dies als Verfechter freier Software so, dass man sich von einer zentralen Person abhängig macht, die die Interna der Software versteht und diese Person seine Macht auch missbrauchen kann (Serverabschaltung, keine Lieferung von Bugfixes etc.).

Weiterhin ist es bei vielen Serverlösungen so, dass die Datenbankserver proprietär sind und man Lizenzgebühren zahlen muss während es auch freie Datenbankserver wie MySQL bzw. MariaDB und Postgres gibt.

Weiterhin gibt es freie Skriptsprachen wie Perl und PHP und auch freie Shopsysteme im eCommercebereich sowie freie Warenwirtschaftssysteme.

Was liegt also näher, als auf diesen freien Technologien aufzubauen und daraus ein System speziell für die Fotoagenturbranche zu entwickeln?

Ich möchte darauf hinweisen, dass die General Public License unter der die meisten dieser Technologien stehen auf vier essentiellen Grundfreiheiten aufbaut:
  • The freedom to run the program as you wish, for any purpose (freedom 0).
  • The freedom to study how the program works, and adapt it to your needs (freedom 1). Access to the source code is a precondition for this.
  • The freedom to redistribute copies so you can help your neighbor (freedom 2).
  • The freedom to improve the program, and release your improvements to the public, so that the whole community benefits (freedom 3). Access to the source code is a precondition for this.
Diese Grundfreiheiten bilden die Basis, ein freies Shopsystem für Bildagenturen aufzubauen.

Diese Überlegungen, ein solches zu programmieren, sind über die Jahre in mir gereift und ich habe einiges an Literatur gelesen, Systeme getestet und diese Erfahrungen sollen nun in eine konkrete Software gegossen werden.

Leider sind meine Softwareentwicklungskenntnisse eher rudimentär: Ich kann etwas mit PHP und Perl sowie bash skripten, kann etwas SQL auf Postgres und MySQL/MariaDB und ich würde mich sehr über Unterstützung von Softwareentwicklern, Agenturen und Fotografen freuen, die sagen, was sie an ihren Systemen mögen und was ggf. eingebaut werden soll.

Da das World Wide Web eine essentielle Rolle in unserem Leben spielt, stelle ich mir auch eine webbasierende Lösung vor, die auf dem LAMP-Stack (Linux, Apache-Webserver, MySQL, PHP/Perl) aufbaut. Eventuell kann auch MySQL/MariaDB gegen Postgres ausgetauscht werden.

Dies sind erstmal meine Überlegungen und ich würde mich sehr über Kommentare und Feedback zu diesem Projekt freuen.

IT-Consultants werden durch die GPL die Möglichkeit haben, selbst Support für diese Agenturlösung anzubieten und diese auf eigene Rechnung abzurechnen. Weiterhin erhält der Fotograf eine Möglichkeit, seinen eigenen Shop zu implementieren, ohne große Investments für Software und Updates zu machen. Er wird von den steigenden Kapazitäten der Server und der stetigen Vergrößerung von Plattenspeicher profitieren und dies bei fallenden Preisen. Und letztendlich werden wir alle bei der Entwicklung dieses Systems eine Menge voneinander lernen.

Ich freue mich über Rückmeldungen. Die Diskussion ist eröffnet!

Sonntag, 10. April 2016

Syndizierungsserver in der Mache

Hallo zusammen und einen schönen Sonntag,

während meiner Zeit bei der Bildagentur Landmark Media in London standen wir vor der Problematik, dass der internationale Versand unserer digitalen Bilder größtenteils manuell durchgeführt wurde und viel Personalaufwand verursachte.

Ein weiteres Problem war, dass bei unserer (und bei vielen anderen Leistungen) der Upload langsamer war als der Download.

Zum Glück hatte ich aber selbst einen eigenen Server mit großer Bandbreitenanbindung und dachte mir: "Warum die Bilder nicht einmal auf den Server hochladen und dann ein Skript schreiben, welches die digitalen Bilder per FTP dann verschickt."

Das Experiment gelang und Prozesse die ursprünglich Stunden an Zeit verschlagen konnten nun in wesentlich geringerer Zeit durchgeführt werden.

Ich habe nun die alten Unterlagen wieder herausgekramt und habe den Sonntag zur Modernisierung dieses Skripts benutzt.

Ursprünglich wurden die einzelnen Zugangsdaten in einer MySQL-Datenbank hinterlegt, da ich keine Flat Files nutzen wollte.

Der aktuelle Stand ist, dass nun der wesentlich fortschrittlichere Postgresdatenbankserver verwendet werden kann, der ebenfalls freie Software ist. Weiterhin möchte ich ein webbasierendes Frontend zur Nutzung über das Internet programmieren.

Weitere Überlegungen sind, diese Datenbank mit der freien Bilddatenbank PhotoOrganizer und eventuell auch noch SQL Ledger, einem freien Warenwirtschaftssystem zu verbinden so dass eine komplette freie Bildagentursuite entsteht.

Dies wird mich aber noch einige Zeit beschäftigen und ich arbeite in meiner Freizeit an dieser Lösung. Erwartet also keine Instantlösungen - es ist und bleibt ein Work in Progress.

Freitag, 1. April 2016

Power Macintosh G3 beige - Die Rückkehr des Kaisers

Hallo zusammen,

über das Macuser.de Forum sowie über ebay bin ich in den Besitz zweier Power Macintosh Rechner gekommen.

Die Gründe meines Kaufs liegen in meiner Bildagenturzeit, insbesondere dem Praktikum in London.

Wir haben damals unser Büro in der Great Sutton Street gehabt und mit All Action Images gleich einen Konkurrenten in der gleichen Straße gehabt.

Das Büro haben wir mit einem Fotografen geteilt, der für uns auch hin und wieder Glamour-Aufnahmen gemacht hat. Und dieser Fotograf hat sich 1998 dann auch etwas besonderes gegönnt: Den Power Mac G3, der dann zum schnellsten Macintosh im ganzen Büro avancierte.

Es handelte sich jedoch um das Desktopmodell und für ihn war es sicherlich ein großer Umstieg von MS DOS und Windows 3.11 auf einen Power Mac mit dem damaligen OS 8. Wohl gemerkt nichts mit OS X oder ähnliches - einfach reine Rechenleistung.

Steve Jobs kommentierte den G3-Prozessor damals bei der iMac-Knutschkugelvorstellung mit "This thing screams!" und in der Tat: Der G3 war damals ein sehr stolzer Rechner mit einem noch größeren Preisschild.

Jedenfalls bräuchte ich für die Inbetriebnahme noch folgendes:
  • ADB-Kabel für Macintosh und Tastatur (Apple Extended Keyboard II)
  • Eine original ADB-Maus
Auf dem unten stehenden Bild sind diese zwei Prachtstücke zu sehen. Der Titel "Kaiser" im Blog bezieht sich auf eine "Schrecklich nette Familie" Episode, wo Al Bundy eine Klimaanlage aus dem zweiten Weltkrieg namens "Kaiser" kauft, die dann aufgrund des Stromverbrauchs die gesamte Nachbarschaft ohne Strom lässt.

Jedenfalls ist letzteres bei meinen G3s, die ich dann vereinigen werde, nicht geplant..


Besuch der Linken Medienakademie, Berlin

Hallo zusammen,

morgen früh werde ich ein Selbständigenseminar auf der Linken Medienakademie (LiMA) in Berlin besuchen.

Für das nächste Jahr habe ich mich dort als Sprecher für das Thema "Vermarktung von Fotos" beworben.

Sonntag, 27. März 2016

Vertragsmaterial in der Mache

Frohe Ostern wünsche ich erstmal allen Lesern meines Blogs,

Momentan bin ich dabei mich etwas mit Vertragsmaterial zu rüsten. Insbesondere sind dies ein Praktikantenvertrag sowie AGB als auch einem Rahmenvertrag für die Nutzung meiner kommenden Onlinedatenbank.

Hier leistet das Büch "Verträge - Vertragsmuster, Formulare und Musterbriefe" vom BFF sehr gute Dienste.

Die Adressdatenbank mit Medienunternehmen füllt sich ebenfalls weiterhin und ich konnte einige CSV-Dateien importieren, damit ich nicht jedes Mal die Eingabemaske ausfüllen musste.

Die Veranstaltung "Rock the Blog" auf der CeBIT (siehe letzter Post) war übrigens sehr gut. Ich konnte einige alte Freude wieder sehen und neue Kontakte knüpfen.

Insbesondere hoffe ich, über ResponseSource noch an Adressen von Medienhäusern aus dem ängelsächsischen Raum zu kommen. Angeblich wird das Geschäft mit dem Adresshandel aufgeben aber ich hoffe, dennoch einige Adressen erwerben zu können um dann später Serienbriefe erstellen und verschicken zu können.